Übelkeit auf der Busfahrt? Mit diesen Tipps bleibt Ihnen garantiert nicht schlecht

Die Vorfreude auf den Ausflug ist groß, doch schon nach wenigen Kilometern meldet sich ein flaues Gefühl im Magen. Reiseübelkeit kann selbst die schönste Busfahrt trüben und macht Betroffenen das Reisen zur echten Herausforderung. Dabei lässt sich mit den richtigen Maßnahmen – von der Wahl des Sitzplatzes bis hin zu bewährten Hausmitteln – viel bewirken. Mit unseren Tipps für eine angenehme Busfahrt und dem Wissen um die Ursachen der Reiseübelkeit können Sie Ihre nächste Reise entspannt genießen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Reiseübelkeit entsteht durch widersprüchliche Signale zwischen Gleichgewichtsorgan und Augen.
  • Der richtige Sitzplatz über der Vorderachse reduziert Schaukelbewegungen deutlich.
  • Frische Luft, ein fester Blick auf den Horizont und leichte Kost können die Symptome spürbar lindern.
  • Medikamente mit Dimenhydrinat können bei intensiven Symptomen vorbeugend eingenommen werden.

Warum entsteht Reiseübelkeit überhaupt?

Reiseübelkeit, medizinisch als Kinetose bezeichnet, ist keine Erkrankung im eigentlichen Sinne. Sie entsteht, wenn das Gehirn widersprüchliche Informationen von verschiedenen Sinnesorganen erhält. Während der Fahrt im Bus nimmt das Gleichgewichtsorgan im Innenohr jede Bewegung wahr. Die Augen hingegen sehen oft nur das ruhige Innere des Fahrzeugs oder sind auf ein Buch gerichtet. Dieser Konflikt zwischen Gleichgewichtssinn und visuellem Eindruck führt zu den typischen Symptomen wie Übelkeit, Schwindel und im schlimmsten Fall Erbrechen.

Der Magen reagiert auf diese Verwirrung besonders empfindlich. Das Gehirn interpretiert die widersprüchlichen Signale mitunter als Vergiftung und löst Übelkeit als Schutzreaktion aus. Dieser Mechanismus ist evolutionär bedingt und erklärt, warum manchen Menschen während der Fahrt schlecht wird.

Nicht jede Person ist gleichermaßen anfällig für Reisekrankheit. Kinder und Jugendliche zwischen zwei und zwölf Jahren leiden häufiger unter der Kinetose als Erwachsene. Auch Menschen mit einem besonders sensiblen Gleichgewichtsorgan oder Personen, die zu Migräne neigen, sind stärker betroffen. Frauen zeigen zudem eine höhere Anfälligkeit als Männer. Wer bereits einmal unter Reiseübelkeit gelitten hat, entwickelt oft eine gewisse Erwartungsangst, die die Symptome zusätzlich verstärken kann.

Sofortmaßnahmen gegen Übelkeit im Bus

Die Wahl des richtigen Sitzplatzes kann über Wohl und Übel einer Busfahrt entscheiden. Die Bereiche über den Achsen, insbesondere in der Mitte des Busses, sind am ruhigsten. Hier fallen Schaukelbewegungen weniger stark aus als im hinteren Teil des Fahrzeugs. Ein Platz am Fenster ermöglicht zudem den freien Blick nach draußen.

Der Blick spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Übelkeit. Richten Sie Ihre Augen auf einen festen Punkt am Horizont oder beobachten Sie die vorbeiziehende Landschaft. So synchronisieren sich die Signale von Augen und Gleichgewichtssinn wieder. Vermeiden Sie es, während der Fahrt zu lesen oder auf das Smartphone zu schauen. Tiefe, ruhige Atemzüge entspannen zudem den Magen.

Bei der Linderung von Reiseübelkeit haben sich verschiedene Mittel bewährt:

  • Ingwer: wirkt beruhigend auf den Magen und kann als Bonbon oder Tee eingenommen werden
  • Pfefferminze: hilft als Öl oder Bonbon gegen das flaue Gefühl
  • Akupressurbänder: üben Druck auf bestimmte Punkte am Handgelenk aus und können Übelkeit reduzieren

Medikamente mit dem Wirkstoff Dimenhydrinat sind bei starker Reisekrankheit eine wirksame Option. Diese sollten etwa 30 Minuten vor Fahrtantritt eingenommen werden, da sie vorbeugend wirken. Beachten Sie jedoch, dass solche Präparate müde machen können. Eine Beratung in der Apotheke ist vor der Einnahme empfehlenswert.

Vorbeugung für die nächste Busreise

Die richtige Ernährung vor einer Busfahrt kann viel dazu beitragen, Übelkeit vorzubeugen. Ein leerer Magen ist ebenso ungünstig wie ein zu voller. Setzen Sie auf leichte, gut verdauliche Speisen wie Zwieback, Bananen oder trockenes Brot. Fettige, stark gewürzte oder säurehaltige Lebensmittel belasten den Magen zusätzlich und sollten vor der Fahrt vermieden werden.

Folgende Empfehlungen helfen bei der Vorbereitung:

  • Essen Sie etwa zwei Stunden vor Reisebeginn eine kleine, leichte Mahlzeit.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser, vermeiden Sie aber kohlensäurehaltige Getränke.
  • Verzichten Sie auf Alkohol und Koffein vor und während der Fahrt.

Für Menschen mit empfindlichem Gleichgewichtssinn kann ein sanftes Gewöhnungstraining hilfreich sein. Beginnen Sie mit kürzeren Fahrten und steigern Sie die Dauer allmählich. So lernt das Gehirn, die widersprüchlichen Signale besser zu verarbeiten. Regelmäßige Bewegung und Übungen zur Stärkung des Gleichgewichtssinns, etwa auf einem Balancebrett, können die Anfälligkeit für Kinetose langfristig verringern.

Fazit

Reiseübelkeit muss kein Hindernis für entspannte Busreisen sein. Mit der richtigen Vorbereitung (z. B. bester Sitzplatz im Bus) und bewährten Tipps lassen sich die Symptome wirksam lindern oder vermeiden. Wer auf seinen Körper achtet und bei Bedarf zu Hausmitteln oder Medikamenten greift, kann auch längere Fahrten genießen.

Wir von Alkemeyer Mietwagen & Clubtouren legen großen Wert auf den Komfort unserer Fahrgäste und -gästinnen. Unsere modernen Busse und erfahrenen Fahrer und Fahrerinnen sorgen für eine möglichst ruhige Fahrt, damit Sie Ihr Ziel entspannt erreichen.